Swiss Life Hypotheken: Tragbarkeit im Rentenalter und Amortisation WEF-Vorbezug

Per sofort treten im Swiss Life-Hypothekargeschäft Änderungen in Kraft. Renteneinkommen werden für die Berechnung der Tragbarkeit neu mit einem Aufwertungsfaktor berücksichtigt. Ein WEF-Vorbezug muss neu ebenso wie eine Verpfändung der 2. Säule amortisiert werden.

Die nachfolgend beschriebenen Änderungen im Swiss Life-Hypothekargeschäft treten per sofort in Kraft. Die erforderlichen Anpassungen im Swiss Life-Hypothekenrechner (Zugriff über Swiss Life PartnerNet) werden in einem nächsten Release umgesetzt.

Gleichbehandlung Renteneinkommen und Bruttoeinkommen von Erwerbstätigen

Der Liegenschaftsaufwand (kalkulatorische Hypothekarzinsen, Nebenkosten etc.) darf längerfristig 33% des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Bis anhin wurde beim Einkommen nicht zwischen Erwerbstätigen und Rentnern differenziert. Dadurch werden an Personen im Rentenalter höhere Anforderungen gestellt. Für eine Gleichbehandlung der Rentner mit Berufstätigen wird das Renteneinkommen bei der Tragbarkeitsberechnung neu mit dem Faktor 1.15 aufgewertet.

Beispiel (vereinfacht):

Amortisationspflicht bei WEF-Vorbezug

Neu muss ein WEF-Vorbezug zur Finanzierung über zwei Drittel des Belehnungswertes bis Alter 60, längstens aber innerhalb von 15 Jahren direkt oder indirekt amortisiert werden. Dies entspricht der bereits geltenden Regelung für Verpfändungen der 2. Säule.

Beurteilung der Tragbarkeit im Rentenalter

Die Prüfung der Tragbarkeit im Rentenalter bereits ab Alter 40 entfällt. Nur in folgenden Fällen muss vor dem Vertragsabschluss geprüft werden, ob die Tragbarkeit der Hypothek auch im Rentenalter gegeben ist:

  • generell ab Alter 50 des Antragstellers bei allen Neugeschäften, Wiedervorlagen und Prolongationen;
  • unabhängig vom Alter des Antragstellers bei Abschluss einer Festhypothek, deren Laufzeit über das ordentliche BVG-Rentenalter (Alter 65/64) hinaus reicht.