Vorsorgeausgleich bei Scheidung

Am 1. Januar 2017 trat das revidierte Scheidungsrecht in Kraft. Die Vorsorgereglemente wurden entsprechend angepasst.

Bei einer Scheidung oder bei der Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft wird das Guthaben aus der beruflichen Vorsorge unter den Eheleuten oder den Partnern aufgeteilt. Per 1. Januar 2017 trat ein neues Scheidungsrecht in Kraft. Es umfasst folgende wesentliche Änderungen.

  • Wird eine Ehe geschieden, so wird die während der Ehe erworbene Freizügigkeitsleistung der beiden Ehegatten hälftig geteilt. Dieser Vorgang ist unter dem Stichwort „Vorsorgeausgleich bei Scheidung“ bekannt. Bis anhin konnte dieser Vorsorgeausgleich nicht vorgenommen werden, wenn bei einem Ehepartner der Vorsorgefall bereits eingetreten war.
  • Neu gibt es einen Vorsorgeausgleich auch dann, wenn bei einem oder bei beiden Ehegatten bereits ein Vorsorgefall eingetreten ist, das heisst wenn ein oder beide Ehegatten pensioniert oder invalid sind.
  • Als massgebender Zeitpunkt für die Berechnung der zu teilenden Vorsorgeansprüche gilt neu die Einleitung und nicht mehr das Ende des Scheidungsverfahrens.
  • Durch die Gesetzesänderung wird die Informationspflicht der Vorsorgewerke gegenüber des Sicherheitsfonds (SiFo) erweitert. Neu müssen die Vorsorgewerke dem Sicherheitsfonds jährlich Auskunft darüber geben, welche Personen Vorsorgeguthaben beim Vorsorgewerk haben. Hinzu kommt, dass die Vorsorgewerke verpflichtet sind, im Einzelfall auf Anfrage zusätzliche Informationen herauszugeben, beispielsweise an Scheidungsanwälte.

Anpassungen der Vorsorgereglemente und Systeme
Die Vorsorgereglemente sowie die Systeme wurden der Gesetzesänderung entsprechend angepasst.

Kundenkommunikation
Swiss Life-Kunden erhielten Ende Dezember 2016 das Merkblatt Änderungen zum Jahreswechsel 2016/2017 an die Korrespondenzadresse zugestellt. Im Merkblatt sind die Änderungen der Vorsorgereglemente aufgrund der Gesetzesänderung aufgeführt.
Sie finden die Merkblätter in der PartnerNews Unternehmen 8/2016.